Hier nun verspätet ein Bericht über den weiteren Verlauf der Schweiztour unserer Fautballerinnen und Faustballer einschließlich des Turniers in Widnau.
Geschrieben von Reiseleiter Bernd Schneider

Anmerkung: Aufgrund technischer Probleme mit unserer Internetseite werden die Berichte verspätet nachgereicht.
Geschrieben wurden die Beiträge bereits in der letzten Woche in der Schweiz bzw. unmittelbar nach der Rückkehr in Kellinghusen

Urlaub, Urlaub, Urlaub,
ja, zugegeben, die Tage zwischen unseren Turnieren waren Urlaub.
Jede/r durfte so in etwa alles machen, was beliebte. Oder eben auch mal nichts machen. Und das haben fast alle ausgenutzt.
Untereinander abstimmen musste man sich natürlich, weil wir für 22 Personen „nur“ drei Busse zur Verfügung hatten.

Den Montag verbrachten, außer Power und ich, alle den Tag am Zürich-See und der Tag sollte gemütlich mit Grillen ausklingen – dachte ich zumindest.
Aber nee, die Jungs und Mädels hatten sich „zu schnell“ erholt und gaben dann mal richtig Gas.
Die letzten Töne aus der Musikbox vernahm ich gegen 04.00 Uhr.
Und so kam es, dass am Dienstagmorgen erst nach 10.00 Uhr gefrühstückt wurde und der/die ein oder andere etwas verknautscht aussah.

Also ging es erst am frühen Nachmittag „on Tour“.
Ich schloss mich der Hälfte an, die nach Zürich zum Sightseeing aufbrach.
Eigentlich nicht meine Lieblingsbeschäftigung – aber die zweite Hälfte ging bei gefühlten 35-40 Grad auf den Berg zum Wandern🤔.
Also 1,5 Stunden hin, 2,5 Std. rum gelatscht und 1,5 Std. wieder zurück. Es war aber trotzdem wieder nett in der Schweizer Metropole.

Und unsere jungen Frauen versuchten sich als Shopping-Queen-Kandidaten.
Oder soll ich lieber schreiben, sie „spielten“ Shopping-Queen.
Das ging später in der Unterkunft bis in die Nacht.
Torbjörn sollte den Guido mimen, was ihm gründlich misslang. Er wurde dann durch Maxim ersetzt, der es mit seinem französischen Charme zur vollsten Zufriedenheit der Kandidatinnen meisterte😃. Im Anhang eine kleine Kostprobe.

Die „Alten“ versuchten sich diesen Abend beim Knobeln.
Dabei zahlten Rosi und Power ein wenig Lehrgeld, aber nun beherrschen sie das Spiel.

Power hat auch wieder einige Bilder mit vom Berg gebracht.
Ein/zwei Fotos der Jungs wurden zensiert und werden hier nicht veröffentlicht😎.

Mittwoch gab es dann ab ca. 10.30 Uhr Frühstück. Ihr merkt, es wird immer später.
Der Urlaubsmodus hat uns nun vollständig erwischt und so beschränkten sich die Grüppchen – nach langer Findungsphase – auf Hallenbad, bisschen Wandern am Flumserberg, Minigolf oder Zürich-See. Die Witterung „entschied“ dabei über die Länge der Aktivitäten.
Endlich Regen und somit ein wenig Abkühlung.
Dass ich das als „freudige“ Info nach dem letzten Jahr bei zeitweiligen 6 Grad kundtue, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

Gegen Abend ging es dann nach Elgg zum Weltklasse-Turnier mit anschließendem Länderspiel Schweiz – Deutschland.
Laura, Nadine, Nadja, Chiara, Rosi, Power, Nicole, Christian, Jörg und ich taten sich die 100 km durch die Berge an.
Wir wurden mit klasse Faustballsport belohnt.
Nicht nur das Turnier mit Top-Teams aus Beasilien, Österreich, Deutschland und der Schweiz war mehr als sehenswert.
Auch das von Olaf Neuenfeld betreute Team zeigte beim 4:3 Sieg eine sehr ansprechende Leistung und hat nicht nur mich zeitweise echt begeistert.
Dabei fehlten sogar so gestandene Größen wie Patrick Thomas, Lukas Schubert, Tim Albrecht oder Ajth Fernando.
Angeführt vom bärenstarken Kapitän Fabian Sagstetter überzeugten im Angriff Nick Trinemeier, Marcel Stocklasa und U21-Spieler Johannes Jungclaussen.
Sein Bruder Jaro, ebenfalls U21-Spieler, spielte neben Ruben Schwarzelmüller, Jonas Schröter und Oliver Späth in der Abwehr.
Bundestrainer Olaf Neuenfeld wechselte viel, was vor der anstehenden EM sicherlich mehr als richtig ist, aber auch einen klareren Sieg „kostete“.
Nach 3:0- Führung kamen die Schweizer erst so richtig in Gang, als bei Deutschland die drei „Alten“ Nick, Fabian und Oliver pausierten.
Nach der Aufholjagd der Schweizer gewann das deutsche Team den Entscheidungssatz deutlich mit 11:5.
Da hat Olafs Team wieder einmal gute Moral bewiesen und einen weiteren Sieg errungen👍.
Um 22.50 ging es auf zur Rückfahrt.
Trotz vorheriger Hinweise, die wir allesamt ignorierten, überraschte uns die Vollsperrung der Autobahn über mehr als 15 km.
Was wir im Norden Deutschland nun als ein paar lästige Mehrkilometer kommentarlos abgearbeitet hätten, entpuppte sich hier in der Schweiz als Höllenritt durch die Berge.
Resultat – zwei gestresste Frauen (Nicole und Nadine hatten die undankbare Aufgabe, zu fahren) und ein Haufen angespannte und übermüdete Mitfahrer kamen nach 01.00 Uhr in die Unterkunft.
Gut, dass die „Daheimgebliebenen“ nicht so gut aufgeräumt haben, so konnten wir uns da noch ein wenig daran aufheitern😌😌.

Aber sonst klappt es grundsätzlich echt gut hier.
Naja, die Interpretation einiger Aufgaben, Pflichten und Rechte innerhalb solch einer Gruppe fallen naturgemäß halt unterschiedlich aus😂.
Heute bin ich sogar erst gegen 09.45 Uhr in der Küche aufgeschlagen.
Recht spät aufgestanden lenkten mich zusätzlich noch große Rauchschwaden ab, die ich beim Duschen auf den sonst so herrlichen Blick ins Tal entdeckte.
Als dann auch die Sirenen erklangen, war klar, dass es sich um einen Brand handelte, der sich schnell entfaltete und ein komplettes Wohnhaus am Berg kurzfristig zerstörte. Glücklicherweise gab es keinen Personenschaden und die Feuerwehr bekam es schnell in Griff, nachdem aufgrund des Wassermangels 5 Wasserquellen angezapft werden mussten!

Gegen 12 Uhr ging es wieder in drei verschiedene Richtungen.
Power und Rosi erklommen ein weiteres Mal den Flumserberg, wobei nach Aussage von unserem Ältesten – muss auch mal erwähnt werden🙃 – die Schneegrenze bereits in Sicht war.
Morgen wird der Berg dann endgültig „besiegt“.
Das Orga-Team incl. Chiara und „Gast“ Laura wollten wieder an den See.
Torbjörn – weiter mit dickem Zeh – hütete das Haus und die Sportlichen wurden von Lisa und Rouven nach Murg gebracht. Es ging mit Boot über den Walensee nach Quanten, um den mühsamen Aufstieg nach Walenstadt-Berg zu absolvieren.
Mats fand dann auch nur die Worte“: Puuh, wat war das anstrengend.“
Nachdem Nicole alle 22 mit Nudeln incl. drei verschiedenen Soßen bekocht hat, müssen die jungen Kerle nun auch noch den Küchendienst meistern.
Heute könnte es tatsächlich früher ruhiger werden – aber das habe ich ja schon mal gedacht🤓.

Am Freitag steht dann der letzte freie Tag hier in der Schweiz an, bevor wir Samstag und Sonntag mit drei Mannschaften am Widnau-Turnier teilnehmen werden.
Schwerpunkt sind da sicherlich unsere beiden Bundesligateams.
Die Männer werden mit Rouven, Heidi, Chris, Erik, Marten und Torbjörn in der Elite-Kategorie antreten.
Gegner werden wieder ausschließlich Top-Teams aus Europa und Brasilien sein.
Auch die Frauen mit Jacqueline, Lena, Nadine, Nadja, Lisa und Laura treffen wieder auf starke Gegnerinnen und wollen eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft noch einmal auf sich aufmerksam machen.
Ach ja, am Freitag, gegen 08.30 Uhr kommen dafür extra mit dem Flieger Jacqueline und Marten in die Schweiz geflogen, da sie die Woche über arbeiten mussten.
Unsere zweite Männer, wieder mit Leif, Power, Hannes, Mats und Nico, wollen in der B-Kategorie angreifen.

Sonntag am frühen Nachmittag wird der Spuck dann schon wieder vorbei sein und direkt nach Turnierschluss wird man die Heimreise antreten.
Torbjörn bleibt noch ein paar Tage in Zürich bei einem Studienkollegen und für Chris und Maxim geht es direkt in den Urlaub. Frankreich steht auf dem Reisezettel.

Den letzten Freitag konnten wir dann mal in der Hütte „genießen“.
Am kältesten Tag der Woche waren ausruhen, aufräumen, sich auf das sportliche WE vorbereiten und der anschließenden Rückfahrt vorbereiten angesagt.
Einige sind noch mal ins Hallenbad geflüchtet, Nicole und Rosi waren einkaufen und haben das zu einer kleinen Shopping-Tour genutzt.
Jörg und ein paar Helferinnen haben das Abendessen – mal wieder grillen – vorbereitet.

Samstagmorgen ging es dann auf nach Widnau.
Die Männer mussten ran.
Unsere 1.Männer, nun mit fast vollständigem Kader Rouven, Heidi, Marten, Erik, Chris und Torbjörn wollten unbedingt einen der ersten Plätze erreichen, um am Sonntag unter den besten 8 Mannschaften zu spielen.
Und es gelang!
Nach einer Auftaktniederlage gegen den schweizerischen Meister SV Wigoltingen, einem Unentschieden gegen Linz/Urfahr aus Österreich erspielten wir uns zwei Siege gegen SV Bozen aus Italien und Elgg-Ettenhausen aus der Schweiz.
Mit dem 2.Gruppenplatz qualifizierten wir uns für das Quali-Spiel gegen die Schweizer von FB Neuendorf.
Nach einem klar gewonnenen ersten Satz wurde es im zweiten noch einmal richtig spannend.
Mitte des Satzes war es ein Angabenduell auf höchstem Niveau, bei denen die Abwehrreihen kaum etwas zu bestellen hatte.
Da Rouven den längeren Atem hatte, zogen wir langsam aber sicher davon und konnten auch den zweiten Satz gewinnen.
Somit war das Ziel erreicht und am Sonntag durfte man in der Zwischengruppe sich mit den Top-Teams aus Brasilien – Duque, aus Österreich – Linz/Urfahr und der Schweiz – SV Diepoldsau messen.
Hier war nun Ziel, Platz 1 oder 2 zu erreichen, um im Halbfinale zu stehen.

Die zweite Männermannschaft blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Power, Leif, Hannes, Nico und Mats fanden nie zu einem gut funktionierenden Team.
Bei einem Sieg und 3 Niederlagen sprang lediglich Platz 5 in der Gruppe raus.
Immerhin wurde das letzte Spiel dann gewonnen – 30:5 !!! – und endete man in der Kategorie B den 17 Platz.

Nach den Spielen ging es Samstagabend früh zurück in die Unterkunft.
Zwar ist es in Widnau nicht nur am Tage richtig nett, auch die Abendveranstaltung mit Live-Musik wird immer gern genutzt.
Bei uns siegte aber die Vernunft, immerhin sollten die Frauen Sonntag bereits um 09.00 Uhr ins Geschehen eingreifen und auch die Männer spielten um 09.00 Uhr ihr erstes Zwischenrundenmatch gegen den SV Diepoldsau.
Nach dem Reste essen – wurde fast alles geschafft, Reste trinken – war nicht zu schaffen wurde schon fleißig aufgeräumt.Die ersten mussten am nächsten Morgen um 05.30 Uhr aufstehen, um alles zu schaffen.

Zwei Busse mit den Spielern/innen unserer beiden Bundesligateams machten sich dann auch pünktlich um 07.15 Uhr auf den Weg nach Widnau.
Beide Busse waren wieder bis unters Dach vollgepackt.
Der letzte Bus machte dann noch einmal klar Schiff und so ging es auch für uns mit ein paar Minuten Verspätung Richtung deutsche Grenze.

Während die Frauen ein wenig Probleme hatte, in das Turnier reinzukommen, spielten die Männer gleich morgens um 09.00 Uhr groß auf.
2:0-Sieg gegen Diepoldsau!
Nun war das Halbfinale in greifbarer Nähe.
Zwar setze es gegen Duque die zu erwartende Niederlage aber im abschließenden Spiel gegen Linz/Urfahr siegte das Team mit dem Angrifssduo Sascha Heidrich und Rouven Kadgien hoch verdient gegen Linz/Urfahr.
Das Halbfinale gegen den späteren Sieger von Faustball Widnau war erreicht.

In diesem Spiel konnten fast alle Kellinghusener Akteure ihre Leistung nicht mehr abrufen.
Auf Seite der Schweizer spielte ihr brasilianischer Nationalangreifer mit unserer Abwehr Katz und Maus und so setzte es eine klare 8:11, 6:11- Niederlage.
Platz 3 also bei einem der am besten besetzten Turniere der Welt mit vielen Top-Teams aus Europa und Südamerika kann sich sehen lassen!!!

Bei den Frauen zog sich das zähe Spiel bis zum letzten Gruppenspiel hin.
Zwischenzeitlich hatten Jacqueline, Nadine, Nadja, Lisa, Laura und Lena drei Spiele gewonnen und zwei Spiele gegen Calw und Neuendorf verloren.
Hier traf man dann auf das Spitzenteam aus Österreich – Nussbach.
Endlich spielten die Mädels ordentlich mit und mit der letzten Angabe 5 Sekunden vor Schluss punktete Jacqueline mit einem As zum 22:21-Sieg.
Somit erreichte man immerhin Platz 3 in der Gruppe und sicherte sich mit einem abschließenden Sieg über den Ligakonkurrenten TSV Bayer 04 Leverkusen den 5. Platz.
Das Turnier gewann SV Diepoldsau gegen den TSV Dennach.

Gegen 15.00 Uhr ging es auf die Heimreise.

Mit an Bord unser „jüngstes“ VfL-Mitglied.
Wie schon den Sonntag davor, war Martin Becker unser Fahrgast, den wir auch diesmal sicher nach Hannover gebracht haben.
Wir sind wieder toll durchgekommen, so dass wir kurz nach Mittnacht daheim waren.

Ich möchte mich zum Schluss bei allen Mitreisenden und Helfern bedanken. Es war mal wieder eine tolle Tour auf der wir viel gelacht haben und tollen Faustballsport erleben durften.

Euer Bernd

So und zu guter Letzt:
Wer die Berichte über das Kellinghusener Expeditionsteam in der Schweiz auch in Bildern nachvollziehen möchte, der findet unter
Faustballbilder VfL Kellinghusen 
eine große Anzahl an Alben mit vielen tollen Bildern
Alle Bilder stammen von Christian Kadgien und Erik Maas

Bericht aus der Schweiz!!!!!!!!!!!!!!!!!